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Typisch Nürnberg

Typisch für Nürnberg

Wie jede andere Stadt, so besitzt auch Nürnberg einige typische Merkmale und die meisten davon gehen in die kulinarische Richtung. Das typische Nürnberger Mittagessen ist eine leichte fränkische Kost, die größtenteils in den Stadtmauer Biergärten Marienortzwinger, Kopernikus oder Kulturwirtschaft serviert wird. Viele Menschen bringen Nürnberg mit den Nürnberger Lebkuchen und den Nürnberger Bratwürsten oder Rostbratwürsten in Verbindung. Als weitere typische Nürnberger Gerichte werden die Brezeln, oder Breezn, wie sie von den Einheimischen genannt werden, der Ochsenmaulsalat, die Stadtwurst und Schäufele oft erwähnt. Spezialitäten aus Franken

Nürnberger Lebkuchen
Die Anfänge der Lebküchnerei gehen bis in das Jahr 1395 zurück und sind auf die fränkischen Klosterbrüder zurückzuführen, die die leckeren Pfefferkuchen und Honigkuchen herstellten. Die Oblaten Lebkuchen wurden ebenfalls im Mittelalter von Dienern Gottes kreiert. Damit die Teigmasse beim Backen nicht auf dem Backblech anklebt, setzten sie die Masse auf die „hostia oblata“, die Oblaten.

Durch die verkehrsgünstige Lage bedingt, denn Nürnberg lag im Mittelpunkt der Handels- und Gewürzstraßen, verdankte die alte Reichsstadt den Lebkuchen ihren Ruhm. Die Zeidler-Zunft hatte sich im Reichswald rund um die Stadt angesiedelt und betrieb intensiv die Bienenzüchterei und so saß man direkt an der süßen Quelle. Damals war Honig das wichtigste Produkt zum Süßen.

Seit 1867 werden für die Herstellung der Nürnberger Lebkuchen Maschinen eingesetzt, bis dahin wurden sie noch von Hand gefertigt. In einigen Bäckereien von Nürnberg werden die Lebkuchen auch heute noch auf die traditionelle Weise mit der Hand geformt und gestrichen.

Nürnberger Rostbratwurst
Die Nürnberger Rostbratwurst ist bedeutend kleiner, als jede andere Bratwurst, sie ist nur zwischen sieben und neun Zentimeter lang und hat einen Durchmesser von etwa 1,5 Zentimetern. Im rohen Zustand wiegt sie zwischen 20 und 25 Gramm.

Die Nürnberger Metzger mussten sich schon immer an strenge Vorschriften halten und ganz besonders in Bezug auf die Bratwürste. Nur spezialisierte Schweinemetzger durften seit 1462 die Würste produzieren. Jeden Tag mussten die fertigen Bratwürste den geschworenen Marktmeistern und Metzgern vorgelegt werden. Bei einem zu hohen Wassergehalt oder einer schlechten Zusammensetzung, wurden die Würste in die Pegnitz geworfen.

Auf dem Rost in einer öffentlichen Wurstküche brutzelte die erste 25 Gramm Nürnberger Bratwurst erst im Jahr 1573. Der Rat der Stadt beanstandete die Wurst aus dem Grund, da sie etwa sechs Mal so viel kostete, wie der normale Pfundpreis war. Die Nürnberger Metzger ignorierten die Beschwerde und die Bratwurst begann ihren Siegeszug.

Natürlich ranken sich auch einige Legenden um die Nürnberger Bratwurst bezüglich ihrer Größe. So besagt eine Geschichte, dass die Würste so klein waren, damit sie durch das Schlüsselloch der Türen im Kerker des Rathauses passten. Eine andere Legende erzählt, dass die Größe so gewählt wurde, damit die Wurst durch die Schlüssellöcher der Gasthäuser gelangen konnte und so noch nach der Sperrstunde verkauft werden konnte.

 

 

Die Stadtwurst
Die Nürnberger Stadtwurst ist eine typische fränkische Brühwurstsorte, die aus einem Brät aus Schweinefleisch und zum Teil Rindfleisch hergestellt wird. Das Fleisch wird fein gehackt und mit grünem Speck und Majoran vermengt. In Schweinedünndärme wird die Masse abgefüllt und weist einen Durchmesser von rund vier Zentimetern auf.

In drei verschiedenen Varianten wird die Stadtwurst angeboten, als eine Hausmacher, als eine ungeräucherte weiße und eine einfache rötliche Wurst. Die Hausmacher darf nur aus Schweinefleisch hergestellt werden und hat außen eine dunkelrote Farbe.

Als Stadtwurst mit Musik, wird sie gepellt und in dünne Scheiben geschnitten. Sie wird mit Essig und Öl mariniert, mit frischem Pfeffer gewürzt und mit viel Zwiebelringen oder gehackten Zwiebeln bestreut.

Schäufele
Das Schäufele ist ein Schulterstück vom Schwein, die Schwarte wird dabei kreuzweise eingeritzt und mit Kümmel, Pfeffer und Salz gewürzt. Es wird auf gewürfelte Zwiebeln und Wurzelgemüse in einen Bräter gesetzt und etwas Fleischbrühe sowie dunkles Bier hinzugegeben, danach im Backofen für zwei bis drei Stunden braten.

Ein Luftbild von Nürnberg machen lassen.

 

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